Bitterer Beigeschmack trotz Auswärtssieg

von Hendrik Hicken

Ein Wochenende mit zwei Gesichtern: Auf dem Papier steht für die zweite Erwachsenen des MTV Jever ein souveräner 9:1-Auswärtssieg beim ESV Lüneburg. In den Köpfen der Beteiligten bleibt jedoch vor allem eines hängen – der große Ärger über die kurzfristige Absage des Spitzenspiels gegen den Oldenburger TB III.

Eigentlich sollte es am Samstag zum mit Spannung erwarteten Verfolgerduell in der Verbandsliga kommen. Doch keine 24 Stunden vor dem Anpfiff erreichte Mannschaftsführer Hendrik Hicken die Nachricht, dass die Partie gegen den OTB III abgesetzt wird. Zu diesem Zeitpunkt waren unsere Verstärkungen bereits aus dem Ausland angereist: Milad Abedinian (Iran), Rimas Lesiv (Litauen) und Henrik Vendelbø (Dänemark). Gemeinsam mit Bennet Robben, Janek Hinrichs und Hendrik Hicken selbst wollte der MTV II ein Team aufstellen, das auf Augenhöhe mit den Oldenburgern um den Relegationsplatz kämpfen kann.

Der Grund für die Absage: OTB-Spieler Daniel Nagy erhielt kurzfristig einen Nachrückerplatz für das DTTB-Top-16-Turnier der Jungen 19. Laut Spielordnung ist das ein verbindlicher Verlegungsgrund. Trotzdem bleibt bei den Marienständtern ein fader Beigeschmack.

„Der Zeitpunkt ist einfach ärgerlich. Ich finde, da sollte es eine gewisse Vorlaufzeit geben – gerade, wenn man bedenkt, dass unsere Spieler bereits angereist sind“, so Hicken.
„Ob Daniel Nagy überhaupt gespielt hätte, weiß man natürlich nicht“, ergänzt er.

Statt des Spitzenspiels ging es für das neu formierte MTV-Quartett gemeinsam mit Julian Jahnke und Patrick Kohlrautz am Sonntag zum Tabellenachten ESV Lüneburg. Dort ließ das Team keinen Zweifel aufkommen und gewann klar mit 9:1 – zugleich die Revanche für die knappe 7:9-Niederlage aus dem Hinspiel.

Der Aufwand bleibt dennoch enorm: Über 5.000 Kilometer Anreise für ein einziges Spiel – und ein neuer Termin gegen den OTB III steht noch aus. „Wir haben noch neun Spiele vor uns, das wird zeitlich sowieso schon schwierig“, blickt Hicken nach vorn.

So bleibt am Ende ein verdienter Sieg – aber auch die Erkenntnis, dass dieser Spieltag für den MTV Jever II trotz des klaren Ergebnisses einen bitteren Beigeschmack hatte.

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