Die Tischtennis-Damen des MTV Jever erlebten am Relegationswochenende Freud und Leid dicht beieinander. Während die dritte Damenmannschaft mit einem umkämpften 6:4-Auswärtssieg beim TuS Spohle den Aufstieg in die Bezirksoberliga Nord perfekt machte, musste sich die erste Damen im Heimspiel um den Landesliga-Aufstieg knapp geschlagen geben. Die Hoffnung auf den Sprung in die Landesliga lebt jedoch weiter.
MTV III krönt starke Saison mit Aufstieg
Riesenjubel herrschte am Sonntagmittag in Spohle: Nach 134 spannenden Minuten stand fest, dass die dritte Damenmannschaft des MTV Jever künftig in der Bezirksoberliga Nord spielen wird. Mit 6:4 setzte sich das junge Team beim Tabellenachten der Bezirksoberliga durch.
Zunächst verlief die Partie ausgeglichen. Nachdem Nathalie Wurm und Soey Wittek ihr Doppel verloren hatten, sorgten Emma Sophie Grimpe und Anna Grübnau mit einem souveränen 3:0-Erfolg für den Ausgleich. In den Einzeln brachte Alea Augustin den Gastgeber erneut in Führung, ehe Nathalie Wurm in einem packenden Fünf-Satz-Spiel gegen Lena Schumacher den wichtigen Ausgleich schaffte.
Danach übernahm der MTV zeitweise die Kontrolle. Anna Grübnau und Emma Sophie Grimpe gewannen ihre Einzel souverän und stellten auf 4:2 für Jever. Doch der TuS Spohle kämpfte sich zurück. Besonders Alea Augustin erwies sich als starke Gegnerin und verkürzte gegen Nathalie Wurm. Auch Soey Wittek musste sich Lena Schumacher geschlagen geben, sodass plötzlich wieder alles offen war.
In der entscheidenden Phase bewiesen die Jeveranerinnen jedoch starke Nerven. Emma Sophie Grimpe gewann gegen Claudia Fust ein dramatisches Fünf-Satz-Spiel und brachte den MTV erneut in Führung. Im letzten Einzel machte Anna Grübnau schließlich mit einem 3:1-Erfolg gegen Maya-Luna Borchardt den viel umjubelten Aufstieg perfekt.
Groß war anschließend auch die Freude bei Betreuerin Claudia Redenius über den erfolgreichen Ausgang der Relegation. Ob die Mannschaft das Aufstiegsrecht tatsächlich wahrnehmen wird, entscheidet sich allerdings bis zum 10. Juni 2026.
MTV I hofft weiter auf die Landesliga
Weniger glücklich verlief die Aufstiegsrelegation zur Landesliga Weser-Ems für die erste Damenmannschaft des MTV Jever. Gegen die SG Jahn/DTB Delmenhorst unterlagen die Gastgeberinnen knapp mit 4:6.
Besonders das Fehlen von Lea Freese machte sich bemerkbar. Dennoch hielt der MTV die Begegnung lange offen. Nach der Niederlage des Doppels Monika Hinrichs/Roswitha Heun sorgten Lina Marie Buck und Alina Wichmann mit einem starken 3:1-Erfolg für den Ausgleich.
Angeführt von einer überragenden Lina Marie Buck blieb der MTV weiter im Spiel. Buck gewann beide Einzel souverän ohne Satzverlust. Auch Alina Wichmann steuerte mit einem umkämpften Fünf-Satz-Erfolg gegen Irene Dölle einen weiteren Punkt bei. Monika Hinrichs und Roswitha Heun blieben gegen starke Delmenhorsterinnen jedoch ohne Einzelerfolg, sodass sich die Gäste am Ende knapp durchsetzten.
Trotz der Enttäuschung könnte der Aufstieg in die Landesliga für den MTV Jever noch nachträglich Realität werden. Hintergrund ist die Relegation zur Verbandsliga Nord: Die Orcas Oldenburg haben ihr Relegationsspiel kampflos gewonnen und steigen damit in die Verbandsliga auf. Dadurch entsteht neben dem regulären Aufsteiger ein zusätzlicher freier Platz in der Landesliga Weser-Ems. Da gleichzeitig nur der Oldenburger TB aus der Verbandsliga absteigt, besteht die Möglichkeit, dass der MTV Jever als unterlegener Relegationsteilnehmer noch nachrückt. Endgültige Klarheit wird allerdings erst nach dem Meldeschluss am 10. Juni herrschen, da mögliche Mannschaftsrückzüge aus höheren Spielklassen noch Einfluss auf die endgültige Ligeneinteilung haben können.
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