Mit gemischten Gefühlen zurück – MTV Jever startet mit Sieg und Niederlage in die Regionalliga-Saison
von Dr. Michael Rudolph
Dr. Michael Rudolph
Mit einem Dämpfer gestartet, mit einem klaren Sieg zurückgemeldet: Der MTV Jever ist mit gemischten Gefühlen vom Auftaktwochenende in der Tischtennis-Regionalliga zurückgekehrt. Nach einer 2:8-Niederlage beim SV Motor Falkensee folgte tags darauf ein überzeugender 8:2-Erfolg bei den Füchsen Berlin II.
Bitterer Auftakt in Falkensee
Schon das erste Saisonspiel erinnerte ein wenig an den Start der vergangenen Spielzeit: Damals unterlag der MTV zum Auftakt in der Oberliga, am Ende stand dennoch der Aufstieg. Auch diesmal erwischten die Friesländer keinen optimalen Beginn. Gegen Falkensee, das wohl als härtester Konkurrent im Titelrennen gelten darf, mussten sich unsere Jungs mit 2:8 geschlagen geben.
Dabei war der Beginn noch absolut im Matchplan: Nach Punkteteilung in den Doppeln gaben zwei unglückliche Fünf-Satz-Niederlagen im ersten Einzeldurchgang den Ausschlag – sowohl Bennet Robben als auch Neuzugang Milad Abedinian vergaben Matchbälle und mussten ihren Gegnern am Ende gratulieren. Statt eines möglichen 3:3 stand es 1:5, die Köpfe gingen etwas nach unten, und Falkensee zeigte sich an diesem Tag präsenter, fitter und mit mehr Killerinstinkt. Den zweiten Punkt für den MTV erspielte schließlich Abedinian. „Die hatten einfach den absoluten Willen – und so ging der Sieg auch in Ordnung“, mussten wir anerkennen.
Starke Reaktion in Berlin
Umso wichtiger war es, dass Mannschaftskapitän Adrian Dugiel nach dem Spiel beim Abendessen die richtigen Worte fand. „Das war ein Spiel, damit ist die Meisterschaft nicht verloren“, gab er dem Team mit auf den Weg. Gemeinsam wurde analysiert, Köpfe wurden wieder aufgerichtet – und so zeigte sich der MTV am Sonntag gegen die Füchse II wie ausgewechselt.
Beide Doppel gingen an uns, und auch in den Einzeln gaben die Jungs klar den Ton an. Lediglich Berlins Nummer 1, der starke Ukrainer Herman Debzihansky, war nicht zu knacken. Sowohl Dugiel als auch Robben lieferten sich mit ihm enge Duelle über die volle Distanz, mussten sich aber knapp geschlagen geben. Am deutlichen 8:2-Auswärtssieg änderte das nichts mehr – und so war die Stimmung beim Team schon kurz darauf wieder bestens.
Teamgeist als Schlüssel
Das Wochenende zeigte nicht nur sportlich Höhen und Tiefen, sondern auch, wie wichtig Zusammenhalt ist. Gemeinsame Unternehmungen in Berlin – vom Abendessen über einen kleinen Stadtbummel bis hin zum Besuch des Oktoberfestes – stärkten das Teamgefühl zusätzlich. „Es geht auch um Team-Spirit, alle sollen dazugehören und wissen, dass sie wichtig sind“, wurde im Rückblick betont.
Mit einem Sieg und einer Niederlage steht der MTV Jever damit solide in der Regionalliga, auch wenn noch Luft nach oben bleibt. Und wer weiß – vielleicht wiederholt sich die Geschichte der Vorsaison: ein durchwachsener Start, dem am Ende ein großer Erfolg folgt.