MTV Jever I verpasst Relegation trotz starkem Saisonabschluss – 5:5 beim OTB II

von Janek Hinrichs

Mit dem 5:5-Unentschieden beim Oldenburger TB II ist für uns die Saison 2025/2026 zu Ende gegangen – und auch wenn am Ende ein kleiner Wermutstropfen bleibt, können wir insgesamt mit Stolz auf die vergangenen Monate zurückblicken. Dass es nicht zur Relegation für die 3. Bundesliga reicht, lag am Ende nicht an diesem Spieltag, sondern an der Konstellation in der Liga.

Das Derby in Oldenburg hatte noch einmal alles, was ein Saisonfinale ausmacht: Spannung, Emotionen und viele enge Spiele. Uns war bewusst, dass es gegen den OTB II kein Selbstläufer wird – das Hinspiel hatten wir zwar mit 6:4 für uns entschieden, doch schon damals war klar, wie eng die beiden Teams beieinanderliegen.

Ausgeglichener Start in den Doppeln

Der Auftakt in den Doppeln verlief ausgeglichen. Bennet und Milad erwischten einen richtig guten Start und setzten sich souverän mit 3:0 gegen Meyer/Schulz durch. Am Nebentisch mussten sich Adrian und Rimas allerdings dem starken Oldenburger Duo Koepke/Nagy geschlagen geben. So stand es nach den Doppeln folgerichtig 1:1.

OTB setzt uns früh unter Druck

In den Einzeln zeigte sich dann schnell, dass insbesondere Heye Koepke einen Sahnetag erwischt hatte. Sowohl gegen Bennet als auch gegen Adrian ließ er kaum etwas zu und gewann beide Partien klar mit 3:0. Gerade diese beiden Niederlagen waren letztlich mitentscheidend für den Spielverlauf. Bennet erwischte insgesamt keinen guten Tag und musste auch sein zweites Einzel nach hartem Kampf im fünften Satz abgeben.

Positiv hervorzuheben ist dagegen Adrians Sieg gegen Meyer, bei dem er sich in vier Sätzen durchsetzen konnte. Auch Milad zeigte eine starke Leistung und gewann beide Einzel souverän, was uns im Spiel hielt.

Krimi bis zum letzten Ballwechsel

Spätestens nach den ersten Einzeln war klar: Das Ding geht heute über die volle Distanz. Besonders bitter war die knappe Fünfsatzniederlage von Rimas gegen Nagy, bei der er nach zwei gewonnenen Sätzen das Spiel noch aus der Hand geben musste.

Doch genau dieser Rimas sollte später zum entscheidenden Faktor werden. Beim Stand von 4:5 lag die gesamte Verantwortung auf seinen Schultern. Gegen Schulz geriet er früh in Rückstand, kämpfte sich aber beeindruckend zurück ins Spiel. Im vierten Satz musste er sogar zwei Matchbälle abwehren – eine Situation, in der viele Spiele kippen. Rimas blieb ruhig, drehte den Satz und gewann schließlich auch den fünften Durchgang. Ein echtes Nervenspiel und gleichzeitig der verdiente Ausgleich zum 5:5-Endstand.

Fazit zum Spiel und zur Saison

Unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung, auch wenn wir uns natürlich mehr erhofft hatten. Dass wir nach einem intensiven und engen Spielverlauf immer wieder zurückgekommen sind, zeigt den Charakter der Mannschaft.

Mit der Vizemeisterschaft in unserer ersten Regionalliga-Saison haben wir dennoch ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Die verpasste Relegation ist ärgerlich, aber kein Beinbruch – vielmehr Motivation für die kommende Spielzeit.

Jetzt heißt es erstmal durchatmen, die Saison gemeinsam ausklingen lassen und dann mit neuer Energie den nächsten Anlauf nehmen.

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