Platz eins ist (fast) unerreichbar – MTV Jever mit Sieg und Remis am Doppelspieltag
von Janek Hinrichs
Ein intensives und richtungsweisendes Wochenende liegt hinter uns. Mit einem 7:3-Erfolg beim SC Poppenbüttel und einem 5:5-Unentschieden beim SV Siek holen wir zwar ordentliche 3:1 Punkte – dennoch müssen wir realistisch feststellen: Der erste Tabellenplatz und damit der direkte Aufstieg sind für uns nur noch theoretisch erreichbar.
Starker Auftritt in Poppenbüttel
Am Samstagabend in Poppenbüttel haben wir eine richtig geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Uns war von Beginn an klar, dass uns dort ein schweres Spiel erwartet – schließlich gehört Poppenbüttel nicht umsonst zu den Topteams der Liga.
Umso wichtiger war der Auftakt: Beide Doppel konnten wir gewinnen und direkt Druck aufbauen. Besonders gefreut hat mich dabei, dass ich an der Seite von Adrian Dugiel punkten konnte. In den Einzeln haben wir insgesamt sehr stabil agiert. Auch wenn ich meine beiden Einzel nicht gewinnen konnte, war das Niveau hoch und die Spiele enger, als es die Ergebnisse teilweise vermuten lassen.
Unterm Strich war der 7:3-Sieg absolut verdient und ein gelungener Start ins Wochenende.
Hart umkämpftes Remis in Siek
Am Sonntagmorgen ging es dann direkt weiter beim SV Siek – erfahrungsgemäß eine unangenehme Aufgabe, gerade nach einem Abendspiel zuvor. Dennoch sind wir gut reingekommen: Wieder konnten wir ein Doppel für uns entscheiden und hielten die Partie lange offen.
In den Einzeln entwickelte sich ein echter Kampf auf Augenhöhe. Viele Spiele waren eng, einige gingen über fünf Sätze. Wir haben alles reingeworfen, aber am Ende hat es „nur“ zu einem 5:5 gereicht. Besonders bitter: Die letzten beiden Einzel gingen an Siek, sodass uns der mögliche Auswärtssieg noch aus den Händen glitt.
Auch für mich persönlich lief es im Einzel nicht wie erhofft. Trotzdem nehme ich viel aus den Spielen mit – gerade auf diesem Niveau sind es oft Kleinigkeiten, die entscheiden.
Fokus auf Saisonabschluss und mögliche Relegation
Mit diesem Ergebnis ist klar: Platz eins ist für uns nur noch mit sehr viel Glück erreichbar. Drei Minuspunkte Rückstand bei noch ausstehenden Spielen des Tabellenführers sind eine hohe Hürde.
Trotzdem überwiegt bei uns nicht die Enttäuschung, sondern der Blick nach vorne. Wir haben als Team ein starkes Wochenende gespielt und gezeigt, dass wir in der Regionalliga absolut konkurrenzfähig sind. Jetzt wollen wir die Saison beim Oldenburger TB II sauber und erfolgreich zu Ende bringen.
Gleichzeitig hoffen wir, dass sich noch eine Chance über die Relegation ergibt. Ob diese Möglichkeit besteht, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.
Fazit
3:1 Punkte an einem Auswärtswochenende – das ist grundsätzlich ein gutes Ergebnis. Auch wenn es für ganz oben wahrscheinlich nicht reicht, haben wir als Mannschaft Charakter gezeigt und können auf unsere Leistung aufbauen.
Jetzt gilt es, die letzten Prozent aus der Saison herauszuholen – und dann schauen wir, was noch möglich ist.