Zwei TT-Krimis von unserer Ersten gegen Poppenbüttel und der Reserve vom Oldenburger TB

von Janek Hinrichs

Nachbericht – aus der Sicht von Mannschaftsführer Janek Hinrichs

Zwei Krimis, zwei Heimsiege – und ganz viel Erleichterung

Wer am Wochenende in der Halle war, hat erlebt, was Tischtennis in Jever bedeuten kann: Herzschlagspiele, wechselnde Führungen – und ein MTV, der seine Titelchancen bis zum letzten Ball verteidigt hat. Aus meiner Sicht als Mannschaftsführer waren es zwei der aufregendsten Regionalligapartien, die wir in dieser Saison gespielt haben.


Samstag: 7:3 gegen Poppenbüttel – aber viel enger, als es klingt

Der 7:3-Endstand lässt nicht im Ansatz erahnen, wie knapp diese Begegnung wirklich war. Wir starteten eigentlich perfekt: Beide Doppel mit Bennet/Milad und Adrian/Rimas brachten uns 2:0 in Front. Doch kaum hatten wir uns sortiert, drehten die Poppenbütteler auf und spielten ihre Einzelstärke voll aus. Plötzlich lagen wir 2:3 hinten – und die Partie stand komplett auf der Kippe.

An diesem Punkt begann unser Spiel des Wochenendes: Milad Abedinian, der erst kurz vorher wegen der angespannten Einreisemodalitäten aus dem Iran gekommen war, holte mit einem klaren 3:0 den so wichtigen Ausgleich. Danach zogen wir auf 5:3 davon, ehe das Nervenspektakel seinen Höhepunkt fand.

Rimas rettete sich nach 0:2 und mehreren Matchbällen gegen sich noch zu einem 14:12 im fünften Satz – und am Nachbartisch musste auch Milad bis zum 12:10 im Entscheidungssatz alles investieren. Ohne diese Nervenstärke wären wir am Ende mit einem 5:5 aus der Halle gegangen.

Ich habe nach dem Spiel selbst gedacht: „Das hätte genauso gut kippen können.“


Sonntag: 6:4 gegen den OTB II – wieder Drama, wieder Milad

Mit dem Gefühl, enge Spiele für uns entscheiden zu können, gingen wir am Sonntag in die Partie gegen den OTB II. Die Oldenburger sind bekannt dafür, dass sie nie einbrechen – und genauso lief es.

Nach der deutlichen Niederlage von Adrian gegen seinen Trainingspartner Koepke standen wir 3:4 hinten. Der Druck war riesig, denn jeder verlorene Punkt hätte unsere Aufstiegschancen erheblich reduziert. Falkensee gibt aus meiner Sicht nämlich in dieser Saison nichts freiwillig ab – und eine Relegation gibt es ja nicht. Nur der Erste steigt auf.

Doch wieder hielten wir stand:

  • Bennet holte ein wichtiges 3:0 gegen Meyer.

  • Milad gewann souverän gegen den früheren Jeveraner Justus Lechtenbörger.

  • Und Rimas machte es wie am Vortag dramatisch spannend: Nach 1:2 drehte er die Partie gegen den 15-jährigen Nagy noch zu unseren Gunsten.

6:4 – und viel, viel Erleichterung.


Der Mann des Wochenendes

Ich habe es direkt nach beiden Spielen gesagt:
Milad Abedinian war unser Matchwinner.

Er hat alle sechs Spiele – zwei Doppel, vier Einzel – gewonnen. Angesichts seiner kurzfristigen Anreise, der Visa-Problematik und der eigentlich anders geplanten Aufstellung ist das einfach bemerkenswert. Ohne ihn wäre dieses Wochenende anders ausgegangen.


Mein persönliches Fazit

Wenn wir nur einen Punkt abgegeben hätten, wäre Falkensee im Titelrennen vermutlich weg gewesen. Deshalb waren das zwei enorm wichtige Siege – emotional, tabellarisch und für unseren Teamgeist.

Ja, wir hatten in einigen Momenten auch das nötige Spielglück. Und ja, ein 5:5 gegen Oldenburg wäre nicht unverdient gewesen. Aber wer am Ende oben steht, muss genau solche Spiele gewinnen.

Ich selbst war noch für unsere Zweite im Einsatz, wo alles deutlich lockerer lief – aber diese beiden Regionalligakrimis haben noch einmal gezeigt, worum es in dieser Saison geht: Wir wollen um den Aufstieg spielen.

Nun heißt es volle Konzentration auf das letzte Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin, diesmal wieder mit unserem Spitzenspieler Nicolas Burgos, bevor wir als Tabellenzweiter in die kurze Winterpause gehen.

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