Das Zumba-Fieber ist ausgebrochen

60 Minuten lang Fitness, Tanzen, Spaß und Anstrengung zu heißen Rhythmen: Zumba kommt in Friesland an.
VON KATHRIN KRAFT
JEVER – Im Eingangsbereich des Topfit in Jever ist es voll - richtig voll. Um die 40 Personen stehen dort und warten darauf, dass es endlich losgeht: Zumba ist in Friesland angekommen. Meine erste Reaktion auf dieses mir völlig unbekannte Wort war: „Wer oder was ist Zumba?“ Die Ankündigung versprach Fitness und Tanz gepaart mit jeder Menge Spaß und Anstrengung zu lateinamerikanischer Musik. So nahm mein Ausflug seinen Anfang und nun stehe ich im Vorraum des Topfits und warte darauf, im großen Saal diese mysteriöse Sportart aus den USA kennenzulernen. Neben der Musikanlage steht eine blonde Frau und beobachtet mit leuchtenden Augen, wie plötzlich 40 Menschen in den Raum strömen. Die Teilnehmer sammeln sich, allein oder in Grüppchen, an den Wänden des Raumes, und betrachten ihre Umgebung. Ihnen allen steht die gleiche Frage ins Gesicht geschrieben: „Was mag da jetzt kommen?“ Die Frau von der Musikanlage geht in die Mitte und stellt sich vor. Dani ist von Kopf bis Fuß auf Zumba eingestellt. Die graue Hose ziert das neongrün gehaltene Zumba-Logo, und auch ihr Top ist in den brasilianischen Farben grün und gelb gehalten. Schließlich soll es ja um lateinamerikanische Rhythmen gehen. „Ich freue mich riesig, das Zumba-Fieber heute in Jever starten zu dürfen“, begrüßt Dani die gespannt wartenden Frauen und den einen Mann. Der Sport bedarf keiner großen Worte. Es geht direkt los mit einem kleinen Warm-Up. Sidesteps und auf der Stelle laufen stehen auf dem Programm, so wie alle es von der Aerobic oder dergleichen kennen. Und dann startet endlich unsere Weltreise durch die verschiedensten Tanzstile. Der erste Zwischenstopp ist die Dominikanische Republik: Wir tanzen Merengue, mit ganz viel Hüfte. Alle schauen auf Dani, die die verschiedenen Schritte zuerst erklärt. Dann geht es direkt los mit der ersten Choreographie. Die Musik setzt ein – und keiner schaut mehr skeptisch oder fragend in den Raum. Alle lassen sich auf den Rhythmus ein und machen die Bewegungen nach, die Dani uns vorgibt. Nach der ersten Runde, sprich nach knapp 20 Minuten, bekommt sie die erste Reaktion auf ihre Zumba-Stunde: Die Teilnehmer brechen spontan in Applaus aus. Eine bessere Bestätigung kann es wohl kaum geben. Musik setzt ein – und keiner schaut mehr skeptisch oder fragend in den Raum. Alle lassen sich auf den Rhythmus ein und machen die Bewegungen nach, die Dani uns vorgibt. Nach der ersten Runde, sprich nach knapp 20 Minuten, bekommt sie die erste Reaktion auf ihre Zumba-Stunde: Die Teilnehmer brechen spontan in Applaus aus. Eine bessere Bestätigung kann es wohl kaum geben. Nach einer zweiten Runde Merengue und einer Trink- pause geht die Weltreise wei-ter. Es geht in die Karibik zum Calypso. Calypso bedeutet viel Popo-Wackeln und viel Schulter-Shake. Und es macht irre Spaß. Wer immer noch nicht geschwitzt hat, der macht etwas verkehrt. Un- glaublich, dass diese eleganten Bewegungen einen so aus der Puste bringen können. Der dritte Zwischenstopp führt uns nach Mexiko. Den Namen des Tanzes, der als nächster Punkt auf der Liste steht, habe ich noch nie ge- hört und auch sofort wieder vergessen. Das macht aber nichts, denn Dani verspricht uns noch mal richtig Gas und Spaß. Sie liegt richtig. Das Springen mit den eingehakten Daumen an den Hosenträgern und den hochgeworfenen Beinen erinnert mich ein wenig ans bayrische Schuhplatteln, verfehlt seine Wirkung aber nicht. Der Schweiß läuft in Strömen und alles um mich rum ist vergessen. Als die Stunde zu Ende ist, brechen erneut Jubel und Applaus aus. Diese erste Zumba-Stunde in Jever kann unter der Kategorie "voller Erfolg" verbucht werden. Beim Rausgehen blicke ich in viele verschwitzte, aber sehr zufriedene Gesichter. Eine Frau sagt zu ihrer Nachbarin, dass sie jetzt wohl ihre anderen Mittwochssport aufgeben müsse. Und auch Dani ist vollaufzufrieden mit diesem Auftakt. "War doch der Knaller, oder?" fragte sie. Und ich kann nur zustimmen: Es war der Knaller.

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