Der ewig junge Tischtennis-Schlager!

Ein wahrer Tischtennis-Leckerbissen steht am kommenden Samstag an, denn dann muss die 1. Herrenmannschaft des MTV Jever im Punktspiel der Oberliga zum Spitzenteam TSV Lunestedt reisen, im letzten Jahr immerhin Vizemeister und erst in der Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga gescheitert.

Diese Partie garantierte immer spannenden Sport, zumeist mit dem besseren Ende für den MTV… Unvergessen bleibt sicherlich die Partie am 03.04.2004, als seinerzeit in Lunestedt die Vorentscheidung um die Meisterschaft fiel, denn der MTV entführte mit einem 9:7 vor über 130 Zuschauern die Punkte und schaffte das Kunststück, im Schlussdoppel dank eines wie entfesselt spielenden Audrius Kacerauskas zu gewinnen. Dieses war umso unglaublicher vor dem Hintergrund, dass sich sein Doppelpartner André Stang im vorangegangenen Einzel die Schlaghand gebrochen hatte… Von den damaligen Akteuren sind auf Lunestedter Seite immerhin noch drei Spieler aktiv, beim MTV lediglich noch Florian Laskowski, der sich sicherlich noch mit Freude an dieses einmalige Spiel erinnert. Ganz so dramatisch muss es am Samstag nicht zugehen, doch die Ausgangslage ist nicht minder spannend: Während der TSV Lunestedt als Gastgeber erst sein erstes Spiel absolviert, ist der MTV mit einem 9:6-Heimsieg bekanntlich toll in die Spielzeit gestartet und brennt darauf, auch in dieser Partie eine gute Leistung abzuliefern.

Allerdings galt es in den letzten Wochen vielmehr, allerlei Verletzungen bei den MTV-Akteuren auszukurieren, so machten unter anderem Fabian Pfaffe und Gerry Meyer alte Verletzungen zu schaffen und Marco Tuve konnte aufgrund beruflicher Belastungen nicht in vollem Umfang trainieren. Doch baut man im Team auf eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“, um im „Hexenkessel“ von Lunestedt mitzuhalten.

Die junge Truppe aus Lunestedt setzt auf starke und eingespielte Doppel und vor allem die enorme Heimstärke vor gewohnt ca. 100 Fans in einer kleinen Halle, die mit dafür verantwortlich war, dass man in den Vorjahren gut auftrumpfte. Dass es nicht zur Meisterschaft langte, war bisher diversen Krankheiten und Verletzungen zuzuschreiben, die dazu führten, dass man immer wieder mit Ersatz antreten musste. In diesem Jahr hat man allerdings die eingespielte Truppe um Heinemann (Eintracht Hittfeld) ergänzt und müsste solche Widrigkeiten daher abfangen können. Allen voran ist auch noch „Frontmann“ Matti von Harten offenbar in glänzender Form, gewann er doch am vergangenen Wochenende die Landesrangliste der Herren. Die Ausgangslage ist klar, denn Lunestedt ist Favorit, nicht zuletzt aufgrund der geschilderten Umstände, doch der MTV wäre nicht der MTV, wenn er nicht versuchen würde, dagegenzuhalten!

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