MTV Jever belohnt sich nicht

Tischtennis-Regionalligist MTV Jever beendet die Saison mit zwei knappen, aber verdienten Niederlagen. Nach der überragenden Hinrunde mit zwölf Zählern blieb es somit bei der bescheidenen Rückrundenausbeute von vier Punkten. Zwar stellte der MTV mit Kiryl Barabanov und Philipp Flörke die an diesem Wochenende besten Individualisten, die besseren Mannschaftsleistungen aber riefen die Gegner aus Borsum und Schwarzenbek ab – und nahmen folglich die Punkte mit. Gegen den designierten Regionalligameister aus Borsum zeigten sich die Jeveraner durchaus wehrhaft und waren nach der 2:9-Hinspielklatsche sichtlich um eine Verbesserung bemüht. Diese gelang nun bei der 5:9-Niederlage am Samstag insbesondere dem oberen Paarkreuz mit Kiryl Barabanov und Philipp Flörke. Die beiden Topspieler des MTV besorgten zunächst gemeinsam den einzigen Doppelsieg mit einem lockeren 3:1 über Marius Hagemann/Levi Kolbe. Zwar gaben Marek Janssen/Kristof Sek und auch Florian Laskowski/Fabian Pfaffe ihre Doppel ebenso deutlich ab, im oberen Paarkreuz waren dann aber wieder die Hausherren tonangebend. Barabanov beendete zunächst die 8:0-Siegesserie des bärenstarken TTS-Zweiers Lars Petersen. Mit seinem hochverdienten Fünfsatzsieg nahm er zugleich Revanche für die glatte Hinspielniederlage gegen den wieselflinken Petersen, der Borsum verlassen wird. Am Nebentisch kämpfte sich Philipp Flörke nach verlorenem ersten Satz in die Partie gegen den ehemaligen Zweitligamann Patrick Decker und setzte sich schließlich ebenfalls nach der vollen Distanz durch. Noch knapper verlief im zweiten Durchgang Barabanovs Vergleich mit Decker, abermals hatte der MTVer hier das bessere Ende für sich – mit 14:12 im Entscheidungssatz. In den anderen Paarkreuzen gelang hingegen nur noch ein Sieg. Mittig ließ Marek Janssen zunächst etliche Satzbälle gegen Conny Schmidt aus, um etwas zu deutlich mit 0:3 zu verlieren, gegen Marius Hagemann verlor er von vier Sätzen drei deutlich. Auch der für Niko Marek ins mittlere Paarkreuz aufgerückte Florian Laskowski musste gegen Hagemann eine Niederlage quittieren, hatte diesen aber „auf der Kelle“. In den entscheidenden Satzabschnitten befreite sich Hagemann aber immer wieder mit starken Aufschlägen und kam letztlich zu einem Viersatzsieg. Dass er auch in der Mitte mithalten kann, stellte Laskowski dann gegen Schmidt unter Beweis, den er mit gleichermaßen klugem und nervenstarkem Spiel in vier engen Sätzen niederrang. Fabian Pfaffe indes agierte gerade gegen Nick Kolbe unglücklich, kämpfte sich zunächst nach Satzrückständen in den Entscheidungsdurchgang, fand hier dann aber überhaupt nicht mehr in die Spur. Gegen den anderen Kolbe-Zwilling Levi stand der 16-jährige Kristof Sek auf verlorenem Posten. Beim glatten 0:3 zum Regionalligadebüt des MTV-Nachwuchsasses war Sek eine gehörige Portion Nervosität deutlich anzumerken. Dass auch Pfaffe gegen Levi Kolbe ohne echte Siegchance 0:3 verlor, spricht für die Klasse des Gegners, der damit die Partie beim MTV beendete und im Meisterrennen weiter alle Trümpfe in der Hand hält. Ganz anders verhielt es sich beim Sonntagsgegner TSV Schwarzenbek, der nicht um Meisterehren, sondern ums sportliche Überleben in der Regionalliga kämpften. Prompt erwischten die Gäste den besseren Start, für Jever punkteten zunächst nur Barabanov/Flörke, die sich gegen Moritz Spreckelsen/Felix Schmidt-Arndt in drei Sätzen behaupteten. Und Jevers Topleute legten nach: Barabanov benötigte zunächst vier Sätze, um gegen Frederik Spreckelsen zu gewinnen, Philipp Flörke bestätigte seine gute Form des Vortages und rang den starken Gäste-Einser Sören Wegner nieder. Auch im zweiten Durchgang war Jevers Erfolgsduo zur Stelle. Barabanov war gegen den couragierten Wegner nach fünf spannenden Sätzen der verdiente Sieger, Flörke behauptete sich gegen den jungen Spreckelsen – ebenfalls in fünf Durchgängen. „Ich habe heute noch mal alles reingeworfen!“, so Flörke nach Spielende zu seinem sehr intensiv geführten Match. In der Zwischenzeit hatte auch Florian Laskowski gepunktet, sein überlegener Sieg gegen Schmidt-Arndt war eins der ganz wenigen Dreisatz-Spiele des Tages. Zu weiteren Erfolgen reichte es für die Friesländer indes nicht. Ausgerechnet Niko Marek agierte glücklos insbesondere gegen Moritz Spreckelsen und konnte seine Abschiedsvorstellung nicht mit einem Punktgewinn krönen. Bezeichnend auch die 2:3-Schlappe des tapfer kämpfenden Fabian Pfaffe, der beim nervenzehrenden Zwischenstand von 6:8 gegen Schmidt-Arndt mit 2:0 in Führung ging, diese aber gegen einen immer sicherer werdenden Gegner nicht ins Ziel retten konnte. Durch das 6:9 beenden die Jeveraner von Trainer André Pfaffe die Saison mit einem ausgeglichenen Punktekonto und rangieren derzeit auf Platz sechs – noch. Dauerrivale Tündern wird auf Platz fünf liegend vermutlich noch zwei Niederlagen kassieren und könnte demnach ohne eigenes Zutun noch überholt werden. Hier einige Ballwechsel vom Spiel Barabanov vs. Petersen

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