„Nicht toll gespielt, aber auch nur 15 Gegentore zugelassen“

SCHORTENS/GO – 22 Treffer reichen im modernen Handball nur selten zum Sieg. Entsprechend erleichtert reagierte HGTrainer Andreas Jakumeit darauf, dass sein Team trotz der geringen Torausbeute am Ende triumphierte. „Wir haben nicht toll gespielt, aber auf der anderen Seite auch nur 15 Gegentore zugelassen“, befand er. Ausschlaggebend seien „ein starker Thomas Hilbinger und eine sehr gute Abwehr“ gewesen, lobte Jakumeit die Defensivleistung. Alle ha?tten den Ernst der Lage begriffen und sich mit dem Erfolg den no?tigen Schwung fu?r kommende Aufgaben geholt.
Sein Gegenu?ber Lars Stecker ha?lt den Abstiegskampf hingegen bereits fu?r entschieden. „Das war heute unser 13. Vorbereitungsspiel fu?r die Verbandsliga“, sagte er. Die Einstellung stimme zwar, aber „wir ko?nnen einfach nicht umsetzen, was wir uns vornehmen.“ A?hnlich sah es Manuel Euler, der eigentlich in der Zweiten der HSG spielt, aber aufgrund des Ausfalls von Max Bo?ger im Ru?ckraum noch einmal in der Oberliga auflief. Obwohl sie um die Sta?rke der HG bei Tempogegensto?ßen wussten, ha?tten sie die erste Welle nicht stoppen ko?nnen, a?rgerte sich der ehemalige Jeveraner.
Eulers fru?herer Mitspieler Hero Dirks, der die Partie auf der Tribu?ne verfolgt
hatte, sprach von einem „ganz wichtigen Sieg“ fu?r die HG „im Abstiegskampf“. Gerade zum Auftakt der Ru?ckrunde sei so ein Erfolg viel wert. Aber, gab er zu bedenken, „es ist noch ein langer Weg.“ Jetzt habe man sechs Punkte und er denkt, dass es am Ende mindestens 14 sein mu?ssen, um sicher in der Liga zu bleiben.

HG-Keeper Thomas Hilbinger kalkuliert lieber gleich zwei Za?hler mehr ein. „Zehn Punkte brauchen wir noch“, rechnete er vor und freute sich u?ber den Etappensieg im ersten Spiel des Jahres. Die ungewohnte Halle hatte ihm keine Probleme bereitet. Schließlich war er viele Jahre lang fu?r die SG Schortens regelma?ßig an der Beethovenstraße aufgelaufen. „Das ist meine Halle“, sagte er lachend, „hier bin ich groß geworden.“ Ebenfalls vertraut mit der Halle ist Manuel Gebbert, der zum ersten Mal in dieser Saison in der Ersten der HG ausgeholfen hatte. Wa?hrend die Begegnungen seiner zweiten Herren in der Landesliga selten mehr als 50 Zuschauer anziehen, trat er gestern vor großer Kulisse auf. „Vor so einem Publikum zu spielen ist natu?rlich der Hammer“, sagte er angesichts der rund 350 Zuschauer, die fu?r eine eindrucksvolle Stimmung gesorgt hatten. Und auch mit dem eigenen Auftritt zeigte er sich „sehr zufrieden.“ Das Zusammenspiel mit seinen Mitspielern habe „gleich geklappt.“ An die Ha?rte und das Tempo in der Oberliga aber mu?sse er sich erst wieder gewo?hnen, sagte Gebbert.

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