Prominentes Vorbild motiviert junge Turnerinnen

50 junge Turnerinnen aus vier Vereinen gehen im Mariengymnasium an die Geräte
JEVERLAND/WILHELMSHAVEN
/JW – Einem sportlichen Vorbild leibhaftig gegenüber zu stehen – das ist wohl die größte Motivation. In diesen Genuss sind jetzt sehr junge Gerätturnerinnen in Jever gekommen. Doch von vorn: Die Mendelssohn- Sporthalle des Mariengymnasiums war am Sonnabend Veranstaltungsort eines Workshops für die akrobatischen Elemente im Bereich des Gerätturnens. Die Trainerinnen aus den Vereinen TuS Oestringen, HFC, und MTV Jever aus dem Jeverland und Wilhelmshavener SSV begrüßten ihre Turnerinnen am frühen Morgen. Schwerpunkt dieser Trainingseinheit waren ein Neuerlernen und Stabilisieren des Leistungsstandes verschiedener akrobatischer Elemente, einer Verbindung oder Kombination. Los ging es für die Turnerinnen mit einer gemeinsamen Erwärmung zur Musik. Hier zeigte ein Trainer- Duo des TuS Oestringen einen Mix aus dem klassischen Erwärmen und der Moderne – getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“. Dann kam der Überraschungsgast: die ehemalige DDR-Olympionikin Dagmar Kersten. Kersten, die 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen hat sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreich war, trat nicht nur als Vorbild auf, sondern hatte auch pädagogisch ein Händchen für die Mädchen. Die brachte sie nämlich erstmal auf Trab, bevor es Autogramme gab. Strahlende Gesichter waren ihr Lohn. Anschließend ging es für den Turnnachwuchs endlich an die Stationen. Die einzelnen Trainerinnen und Helferinnen leiteten an diesem Vormittag jeder eine Station, um methodische Reihen zum Darstellen von akrobatischen Elementen zu festigen. Das Trainergespann aus Wilhelmshaven, Heike Eichstaedt, Varina Becker und Stefani Hanke, erarbeitete mit den gerade mal Sechs- bis Zehnjährigen den Handstützüberschlag am Sprung. Einfaches Aufspringen in den Handstand lautete die Aufgabe. Körperspannung und gleichmäßige Bewegung sind die Herausforderung für die jungen Turnerinnen. Stützende Hände und Antworten auf viele Fragen waren zusätzliche Aufgaben dieses Teams. Michelle Boysen (MTV Jever) und Elvira Binder (HFC) übernahmen die Grundlagen zum Stabilisieren von Flick Flack und Überschlag am Boden, während sich das Trainerduo aus Oestringen um die anspruchsvolle Aufgabe des Erlernens von akrobatischen Reihen am Airtrack kümmerte. „Die Schwierigkeit besteht darin, die einzeln erlernten akrobatischen Elemente als Reihe zusammenzufügen“, erklärte Marion Riedel-Brummack (TuS Oestringen). Immer wieder wussten sich die noch sehr jungen Turnerinnen zu steigern und ernteten bei ihren Flick Flack und Salti Applaus von Geschwistern, Eltern, Großeltern und Freunden, die das Publikum bildeten. Jeanette Weigert (MTV Jever) übernahm gerne den Schwebebalken. Für einige Turnerinnen ist der Balken nicht unbedingt ihr Lieblingsgerät. Nicht umsonst wird er oft auch Zitterbalken genannt. Dabei muss man doch „nur“ das, was man am Boden kann, auf den Balken übertragen. Hauptthema war hier die Erarbeitung der Grundlagenakrobatik. Die jungen Turnerinnen überzeugten hier mit Handstand, Rad, Rolle und auch Bogengängen. „Für alle, insbesondere für die Turnmädels, war es ein erfolgreicher Tag, der uns alle ein Stück nach vorn gebracht hat“, fasste Marion Riedel Brummack zusammen. „Eine gelungene ,Extrastunde’ mit erheblichem Spaßfaktor“ resümierte Jeanette Weigert. Alle Beteiligten waren sich zum Abschluss einig, dass es eine Fortsetzung dieses Workshops für junge Turnerinnen geben wird. Bild 1: Umlagert: Dagmar Kersten verteilt ihre begehrten Autogrammkarten an die Turnerinnen Bild 2: Die Workshop-Teilnehmerinnen mit ihren Trainerinnen. In die Mitte genommen haben sie ihren Überraschungsgast Dagmar Kersten. BILDER: CHRISTOPH HINZ

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