Zweite eilt von Sieg zu Sieg

Tischtennis-Landesligist MTV Jever schwimmt weiter auf einer Welle des Erfolges und darf für die kommende Spielzeit mit einer weiteren Landesliga-Saison liebäugeln. Gegen die beiden Oldenburger Clubs BW Bümmerstede und Hundsmühler TV setzte sich die MTV-Boygroup auch ohne Youngster Justus Lechtenbörger nach zwei konzentrierten und mannschaftlich geschlossenen Vorstellungen verdient durch. Beim 9:4 gegen den gut in die Serie gestarteten Liganeuling aus Bümmerstede begann die von Coach Thorsten Meyer betreute Truppe zunächst noch unkonzentriert und konnte nach dem klaren Sieg von Slawa/Janek nicht erhöhen. Weder Malte/Volker noch Bennet/Mathis brachten bei 2:1-Satzführung einen 8:5-Vorsprung ins Ziel – in den Entscheidungssätzen hatten dann die kampfstarken Völkel/Ribel bzw. Sebensstefan/Trendelbernd das bessere Ende für sich. Auch in den Einzeln hatte der Gastgeber in Person von Slawa und Janek kurze Anlaufschwierigkeiten, stellte dann aber zwei sichere Viersatzsiege in die Halle und besorgte die Führung, die Malte mit seinem ersten Saisonsieg und Bennet ausbauten. Die beiden sehenswerten Partien des hinteren Paarkreuzes gingen dann zu Ungunsten von Mathis und Volker an die Gäste, Slawa und Janek stellten aber den alten Abstand umgehend wieder her. Gerade Janek überzeugte voll gegen Laufwunder Sebens und fuhr die Partie sicher mit 3:0 nach Hause. Auch Malte konnte gegen Völkel 3:0 nachlegen, ehe Bennet sich seinen zweiten Tagessieg gegen Spaßvogel Trendelbernd hart erarbeiten musste. Dass ausgerechnet Bennet den Deckel drauf machte, war letztlich bezeichnend, denn Jevers erst 13-jähriges Nachwuchsass ist der „Spieler der Stunde“: Mit seinen zwei Siegen auch am Samstag in Hundsmühlen war Bennet der Unterschiedspieler in einer umkämpften und zum Teil hochklassigen Partie. Abermals lief Jever, wieder mit Haltermann und ohne Lechtenbörger, einem 1:2-Rückstand hinterher, erneut hatten nur Slawa/Janek ihr Doppel gewonnen. Oben bewies HTV-Einser Marek Großformat und bezwang zunächst Janek in vier engen Sätzen, ehe er auch den bis dahin noch unbesiegten Slawa sogar schon nach drei ebenfalls knappen Durchgängen besiegt hatte. Jevers Weißrusse hatte zuvor immerhin den guten Meyer im Griff gehabt (3:1), Janek geriet mit seinem druckvollen Block- und Konterspiel gegen den HTV-Käptn noch weniger in Bedrängnis und gewann leicht und locker. Mittig konnte Malte ein 0:2 gegen den zunehmend verunsicherten Offensivmann Siepker noch umbiegen, gegen Jesse reichte aber auch ein 11:1-Blitzstart nicht zum Sieg. Den fuhr indes Bennet ein: Mit Respekt vor dem erfahrenen HTV-Haudegen, aber völlig angstfrei spielte Bennet sein Spiel und diktierte damit die Partie in den entscheidenden Phasen. Dabei konnte der Teenager nicht nur mit seiner krachenden Vorhand, sondern auch mit einer beeindruckenden Abgezocktheit überzeugen und brachte Jesse damit die erste Saisonpleite bei. Auch gegen Siepker war Bennet der Bessere und bog Satz- und Punktrückstände zum verdienten 3:1 um. Hinten mussten sich Mathis und auch Volker dem guten Jugendlichen Clauß beugen, holten aber immens wichtige Punkte gegen Lübben, der als Topmann der Zweiten (BOL) wahrlich kein schlechter Nguyen-Ersatz ist. Weichgekocht durch Mathis‘ 3:1 im ersten Durchgang kam Lübben gegen Volker dann nicht zum Satzgewinn, unser Edeljoker bewies mit seinem Sieg beim Zwischenstand von 7:7 mal wieder seine besondere mentale Stärke. Die zeigten im letzten Match des Tages auch Slawa und Janek, die gegen die zunächst furios aufspielenden Janssen/Siepker etwas unglücklich 1:2 in Rückstand gerieten, dann aber immer besser spielten und der HTV-Kombination zusehends den Schneid abkauften. Mit dem etwas überraschenden, aber hochverdienten Doppelsieg baut die Zweite ihr Punktekonto auf 10:2 aus und muss sich vorerst keine Abstiegssorgen machen.

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